Erlebnisbericht: Hansa Rostock gegen TuS Koblenz

Wieder einmal neigte sich das Wochenende dem Ende entgegen und es war Sonntag. Das der Tag in die Vereinsgeschichte und sogar in die Geschichte der 2. Bundesliga eingehen sollte, war uns morgens um 6 Uhr auf dem Weg gen Raum noch nicht bewusst. MacMarv und ich haben die ganze Nacht gearbeitet und sind anschließend ins LT. Eigentlich nicht zu bewundern, aber ich als nicht in Rostock wohnender sehe das doch eher von einer anderen Seite. Für mich ist das die beste Gelegenheit mit meinen Fußballweggefährten die Zeit zu verbringen. Es ist einfach das geilste was mir passieren konnte! Ehrlich!

Nach einem 20 minütigen Fußmarsch sind wir dann doch angekommen und haben uns im Raum erstmal 2 stunden aufs Ohr gehauen…bis die ersten unserer Ultrá Jugend den Raum enternten und sich an die letzten Vorbereitungen zu ihrer ersten Choreographie machten! Ab da wurde es geschichtlich…

Voller Erwartungsfreude sind wir ins Stadion gekommen und machten uns ans Werk.

Gebremst aber nicht gestoppt, wurden wir durch unseren doch allzu beliebten Ordnungsdienst…“Bitte alle Fahnen, Doppelhalter und andere Gegenstände ausrollen bzw. auspacken!“…das war die Ansage die uns gerade noch gefehlt hat! Scheinheilige Begründung war das spiel gegen Sankt Pauli! Freiheit stirbt mit Sicherheit…oder Herr H.?

Wie gesagt, die Fanaten waren heute ganz in ihrer Arbeit mit dem Aufbau der Choreo beschäftigt, so dass wir in Ruhe und wirklich in aller Ruhe, die Fahnen Stammplatzgerecht platzieren konnten. Im laufe der Vorbereitung machte sich doch die Nervosität bei den jungen Leuten breit. Klappt es oder klappt es nicht, sieht es gut aus oder wird es das optische Desaster…diese Fragen konnte ich zweifelsfrei in den Gesichtern erkennen!

Wie schon in Lübeck wurde die neue Trommel eingesetzt. Nach erfolgreicher Montage der Trommeln und postieren der jeweiligen Anheizer Utensilien, ging es in die alles Entscheidende Phase für die Fanatics Rostock. Mit der Einlaufmusik wurde die Choreographie ausgeführt, da die 22 Männers und deren 4 Aufpasser aber auf sich warten ließen, wurde es zu einem Wagnis ob die Choreo noch mit eintreffen der Mannschaften komplett ausgeführt wird…natürlich hielt der Block mit und somit klappte es doch letztendlich.

Zur Schau gestellt wurde ein Bild, welches doch sehr ansehnlich war. „790 Jahre Universitäts- und Hansestadt Rostock“ war das Thema und konnte durch gut gemalter Blockfahne (Rostocker Stadtwappen) und konstruktiv und kreativ gebastelter Stadtsilhouette punkten. Untermalt wurde das ganze von im Block 27 befindlichen Luftballons und blau weißen Fahnen im Block 27a. Die ersten drei Punkte und das erste historische Ereignis (erste Choreo der FR) ging auf unser Konto.

Das Spiel begann und los ging es mit doch sehr langanhaltenden und durchaus verschieden Gesängen. Man befürchtete ja, das es ein stimmungstief nach den Sankt Pauli Spiel geben wird, da ja das Spiel das Ereignis des Jahres war. Man wurde von der Sangesfreude, der unseren Anhänger, eines besseren belehrt. Viel dazu beigetragen hat natürlich das Ergebnis, zu welchem ich jetzt einige Worte, aber auch wirklich nur einige Worte verlieren möchte:

EINFACH NUR GEIL!

Ich kann es bis heute nicht fassen, das unsere Kogge 9mal in das Gehege des Gästekeepers traf und somit das zweite historische Ereignis schuf. Wie im Taumel feierte und flippte man völlig aus. Zu dem kam noch, das die neue Trommel es alles auf ein Level der Bewegung stellte. Man tanzte nach den doch neu untermalten Rhythmen und vergaß die Welt um einen rum. Viel zum Spiel kann ich wirklich nicht schreiben, da die Freude über Erfolg auf dem Rasen und auf den Rängen alles überstrahlte. Hier die Torschützen: Orestes(2x), Kern(2x), Bartels, Lense, Lechleiter, Schindler und Richter(Eigentor).

Im Gedächtnis musste ich doch an meine ausgesperrten Freunde denken. Da diese, diesen perfekten Moment nicht auskosten durften. Einen sehr wichtigen Mensch hat es lediglich einen Tag vorher erwischt. An dieser Stelle möchte ich alle Ausgesperrten grüßen, eure Fahne wird immer im Fahrtwind unserer Gesänge wehen.

Nach Abpfiff waren die zwei neuen historischen Ereignisse geschaffen…die erste Choreo der Fanatics Rostock sowie der höchste Sieg einer Mannschaft in der 2. Bundesliga.


Hab ich euch zuviel versprochen?
Bilder wie immer unter www.sveriner.de!

Sonnige Grüße von der Extrawurst

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Eine Antwort to “Erlebnisbericht: Hansa Rostock gegen TuS Koblenz”

  1. romanmoeller Says:

    Hach, war das schön! Ich war leider nicht live dabei, hätte es aber gerne gesehen. Während ich meinen Pausentee trank, dachte ich bei Stande von 3:0 ehrlich gesagt, das die Jungs das Ding nach Hause schaukeln wollen, aber noch ein Gegentor bekommen – wie das eben nicht selten leider bereits passiert ist. Aber es kam zum Glück anders – es erfüllt mich mit großem Stolz, das ausgerechnet die Hansa-Kogge den höchsten Zweitligasieg aller Zeiten eingefahren hat. Super!

    Ist eigentlich jemandem aufgefallen, wie Uwe Rapolder bei jedem Gegentreffer zähneknirschend gegrinst hat?? 😀

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