Erlebnisbericht Rot-Weiß Oberhausen gegen Hansa Rostock Teil 1

„Wie kann man nur so eine verrückte Horde auf die Menschheit loslassen“…Wie Musik in meinen Ohren erklang mir der Satz einer „Zugbegleiterin“ (Neudeutsch: Kundenbetreuerin) an einem der zahlreichen Umsteigebahnhöfe.

Rollen wir das Feld mal von hinten auf, so wie es sich natürlich, für einen anständigen Schreiberling wie meiner einer, gehört.

Unsere Fahrt begann bereits um 19:51 Uhr in Schwerin gen Norden. Wir steuerten den Bahnhof Güstrow an, um dort den Rostocker Pöbel anzutreffen. Ganz gemütlich pflegte man das ein oder andere Kaltschalengetränk zu sich zu nehmen. Angelockt von dem Duft der frischen Hopfen und Malz Brauerei, trottete ein wirklich waschechter Mecklenburger Matrose uns entgegen und versuchte das Gespräch zu suchen…wirklich das einzige was ich verstanden habe war „wo geit dat denn mit euch hin“…den Rest der Wortfetzen aus seinem doch sehr stark nach Rum riechendem Gesicht hab ich nicht verstanden. Ich denke aber das beruht auf Gegenseitigkeit, wenn er sich denn den nächsten Tag an die 7 Jungen, mit Jogginghosen bekleidet und alles beklebenden Händen, erinnern kann. Das sei mal dahingestellt. Egal…es sollten sich noch Schwierigere Aufgaben uns in den Weg stellen.

Beginnen tun wir mal mit der sich die ganze Nacht dahinziehenden Problematik zu wenig Kippen zu haben. Ich glaube das gegenseitige angeschnorre, war für die meisten nach ein paar Stunden Fahrt eher das geringfügige Problem. In Güstrow dann die nicht gerade ehrleichtende Erkenntnis das dem Dönermann seine „Ziggikarte“ in seinem eigenen Automat nicht funktioniert. Wahnsinn…Nervosität machte sich in meinem Gehirn breit…aber man hoffte ja noch auf unsere Hauptstadt…die ja an kulturellen Attraktionen, wie zum Beispiel mitten in der Nacht rumlaufende Schalker, die das Bedürfnis haben sich bei Eises Kälte ihre Sachen vom Leib zu reißen oder 30 eiserne Berliner die einfach nicht begreifen können, das es sich nicht lohnt PVC Stangen zu benutzen um stählerne Gestalten in Grund und Boden zu stampfen, genug zu bieten hat. Naja ich kann nur sagen: „5 sind mehr als 30!“.

Rostock is on top!

Nach einem 1 Stündigen Aufenthalt in Berlin, einem Spaziergang der anderen Art in der uns die Forstwirtschaft das Gelände rundum des Regierungsviertels eindringlich erklären wollte und der ernüchternden Erkenntnis, das auch in der ach so tollen Riesenmetropole, der Bahnhof so gut wie tot ist nach 0:00 Uhr, ging es weiter zu unseren „Freunden“ von der Börde. In Magdeburg angekommen freute man sich, doch endlich die Landschaft und ihre „Tiere“ etwas näher kennenzulernen. Leider wurde uns der Zutritt zu diesem Wildhege sage und schreibe 3 Stunden verwehrt und hat uns gebeten doch lieber die ganze Zeit auf dem Gleis zu verbringen. Gnädigerweise wurde uns der Zug, der uns in den frühen Morgenstunden nach Braunschweig bringen sollte schon bereitgestellt. Natürlich ohne Strom ergo ohne Heizung…arrrghhh…naja was jammert man, man ist ja schließlich vom Fach und kann seine Zeit auch mit anderen Dingen rumkriegen. Da hatten wir also die 3 Stunden Zeit um eindringlich über wichtige Dinge zu quatschen. Nix da…ihr kennt das ja…nach circa einer Stunde wurde uns auch dies zu langweilig und man machte schon seine Scherze darüber, dass ungefähr in 30 Minuten jeder anfängt irgendwelchen Scheiß zu erzählen. Dem war natürlich so und man begann etwas zu singen. Diese „Melodien für Millionen“ rief unsere Berliner Tanzkapelle auf den Plan. Nach dem sich einige Schlafwandler wieder aus dem Zug bewegten und uns entgegen wendeten, waren die nach Applaus gierenden Kollegen Herkules, Gary Glitter, Mathias Reim, Fanatics-Kevin und Fred Durst am Start und riefen zu einem bereits bekanntem Ritual auf: „Breakdance für Fortgeschrittene“! So untermalte man die Tanzkünste derjenigen die das Tanzbein geschwungen haben, mit neuen Rhythmen. Letzendes stach als Sieger, meiner Meinung nach, Fred Durst heraus. Unglaublich aber wahr, MishYou ließ sich auch zu einer kleinen Tanzeinlage hinreißen und wendete sich einmal mit seinem ganzen Körper, in der zuvor von einem telefonierendem Hanseat erbrochenen Marinade. Zu lustig die ganze Angelegenheit. Da die Zeit noch nicht komplett überbrückt war, fieberte man der nächsten Attraktion entgegen. Sie wurde der Jury natürlich auch geboten, mit Hilfe eines Super Bowl ähnlichem Yard Spielzugs, der auch nach mehreren Anläufen immer wieder in einer wilden Pogerei ausartete. Soviel zu Magdeburg…es sollte nach dem langen Aufenthalt denn endlich auch mal weiter gehen.

Völlig übermüdet erreichte man Braunschweig und deckte sich mit den nötigsten ein…Kippen, Bier, Kaffee und Fressalien sollten weiterhin unseren Weg pflastern.

Zu Bielefeld kann man eigentlich nicht viel schreiben, da irgendwie jeder versuchte gerade auf seinen Beinen stehen können. Sei es aufgrund zu hohem Alkoholkonsums oder einfach der Müdigkeit halber. Nach kurzer Fahrt und des Erweiterung des eigenen Intelligenzquotienten, das es Kaugummis gibt an den denen man bis zu 2 Tage rumnuckelt und „Reife Erotik“ doch lieber den „reiferen“ Generationen überlassen werden sollte fuhr man in Mühlheim ein. Von dort sollte es dann auch nur noch einen Katzensprung zu den Rot-Weißen nach Oberhausen sein…

…fortsetzung folgt!

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3 Antworten to “Erlebnisbericht Rot-Weiß Oberhausen gegen Hansa Rostock Teil 1”

  1. Bitte Fortsetzung, schnell!!!!!!!!!!!

  2. extrawurst2punkt0 Says:

    Also ik muss ehrlich sein…bei der Fahrt habe ich mir einen Schluck genehmigt!

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