Erlebnisbericht: 1. FC Kaiserslautern gegen Hansa Rostock

Sehr unbehaglich fange ich diese Zeilen an. Mir fließt ein kalter Schauer den Rücken herunter, wenn ich nur an die Schmach von Montag denke. Das Debakel, welches man kaum in Worte fassen kann, begann schon damit wie die Mannschaft das Spielfeld betrat. Mit gesenktem Blick ging es dem Untergang in Form einer Niederlage, die die Höhe einer biblischen Zahl hat, dem „Teufel“ persönlich entgegen. Dabei fing der Tag doch so gut an. Nach einem doch sehr anstrengendem Wochenende für mich persönlich, bin ich quasi vor dem ersten schellen des Weckers aus dem Bett gefallen. Gemütlich gefrühstückt und schon bekam die Extrawurst ihre Extrawurst und wurde auch noch zum vereinbarten Treffpunkt abgeholt. Pünktlich wie die Maurer verließen wir die Landeshauptstadt in das 713 Km entfernte Kaiserslautern. Unsere Fahrt verlief sehr gediegen und ohne weitere Vorkommnisse.

Lediglich unser kleines Kartoffelmännchen aus der Knödelbude, welches sich zur Lebensaufgabe gemacht hat Klebeetiketten bzw. Sticker zu sammeln hatte vollen Erfolg. Man kann es ihm auch nicht vergönnen. Ein Erfolgserlebnis am Tag sollte denn doch schon sein. Zum Dank hat uns dieser nette Mensch mit diversen Chroniken seines Lebens versorgt. Die eine oder andere Phrase bzw. Äußerung, wo es sich wirklich lohnt 5 ,-DM ins Phrasenschwein zu stecken, will ich euch nicht vorenthalten. Hier meine Top 5:

#5 „Ich mach dich!“

#4 „Glaubst dat?“

#3 „Das sind doch keine Menschen!“

#2 „Wahnsinn…da is ja dat ganze Häuschen zugeklebt. Lass mich schnell raus hier!“

#1 „Bald geht’s nach Augsburg. Legia Augustina…die haben ja auch schon hammer oft ihren Namen geändert…die mussten bestimmt schon viele Sachen abgeben!“

Das sollt es aber auch gewesen sein mit den positiven Akzenten. Selbst im Gästeblock verhielt sich das Publikum wie ein baldiger Absteiger. Einzig und alleine die erste Halbzeit war den Umständen entsprechend akustisch wie optisch gut zu hören und sehen. Zum Einlaufen der Gurkentruppe gab es ein Spruchband mit dem Schriftzug „WE LOVE HRO“ und dazu diversen Rostocker Stadtwappen in Form von Fahnen. Organisiert wurde das ganze von HPH. Weitere Kommentare spare ich mir an diese Stelle. „ALLE für den FCH!“

fck_rostock0809_450

Zur Halbzeit dann, super Aufregung im Gästeblock…“Wir haben einen, wir haben einen!“…ertönte es durch die Reihen des Rostocker Pöbels. Da ist uns doch ein politisches Teufelchen in das Netz gegangen. Es wurde natürlich zum „ausbluten“, wie es sich für einen ordentlichen Seemann gehört aufgehangen. So sollte es dann die nächsten 15 Minuten erst einmal verschnaufen. TESA wir danken dir…du hast uns diesen ruhmreichen Moment ermöglicht, so dass wir wenigstens diese Beute auftrumpfen konnten.

Auf der Seite des Teufels gab es, wie zu jedem Montagsspiel, diverse Spruchbandaktionen. Finde persönlich die konstante hinter den ständigen Aktionen von Lautern sehr akzeptabel. Auf unserer Seite wurde zu Beginn der zweiten Halbzeit der Aufruf für die Freiheit von Santos in die Höhe gehalten.

Liberté pour…Freiheit für…Santos!

Nach dem unsere Kogge noch mehr an Fahrtwind verlor und die vierte Kirsche kassierte, wehten auch die Fahnen der Unzerstörbaren nicht mehr. Man entschloss gemeinsam di e Zaunbeflaggung vorzeitig zu entfernen. Nachdem unsere Nummer 9, der Herr der immer noch an den Aufstieg glaubt, den Elfmeter verkackt hat und Hahnel ein fünftes mal hinter sich greifen musste, erkannten selbst wir, das diese Einstellung sowie diese Moral den Willen zum Sieg wenigstens ansatzweise an de Tag zu legen, unser da sein für diese Truppe nicht gerecht fertigen. So verließ man den Gästesektor in Richtung Ausgang. Nur einige Jammerossi’s und einmal Fahrer blieben im Block und feierten bestimmt noch ihre Mannschaft. Zu diesem Zeitpunkt war mir sowieso alles egal, da ich mich schon auf dem Weg Richtung Auto befand. Das 6:0 hab ich schon gar nicht mehr wahrgenommen.

Dann ging es also wieder nach Hause. Ohne Punkte, ohne Tore sowie ohne Erkenntnis das wenigstens die Mannschaft aus seinen Fehlern lernt. Ach scheiße…was soll ich denn noch sagen?! Am besten ich sage jetzt gar nichts mehr.

Außer das eine: VORSTAND RAUS! GEHT ALLE ZUR MITGLIEDERVERSAMMLUNG! DENN IHR HABT ES IN DER HAND DEN WEG DEN HANSA BETSREITEN SOLL NEU ZU BESTIMMEN!!!

Bilder wie immer unter SVERINer und Suptras Rostock.

Wolkige Grüße von der Extrawurst

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8 Antworten to “Erlebnisbericht: 1. FC Kaiserslautern gegen Hansa Rostock”

  1. romanmoeller Says:

    Das tut alles so weh! Ich kann es nicht verstehen. Wir haben eine gute Mannschaft, die eigentlich mindestens für die ersten Sechs der Tabelle gut ist – aber die Jungs dödeln so umher (was auch nicht an Pagel liegt, bzw. gelegen hat).

    Und das es gegen Kaiserslauten so eine Klatsche gibt, tut mir doppelt weh, da ich eine Antipathie gegen die roten Teufel hege! 😦

  2. Glaubst dat

  3. romanmoeller Says:

    Ich? Was? Zumindest alles, was in meinem Kommentar steht …

  4. Ich mach dich, glaubst dat…. herlich!!!

  5. extrawurst2punkt0 Says:

    @Roman

    das „Glaubst dat“ bezieht sich aufn Kumpel, der diese Phrase nicht mehr aus seinem Wortschatz streichen kann und diese städig gebraucht!

    greetz ausm urlaub

  6. Nicht zu vergessen der Klaps vor jedem Satz. Damit auch ja zugehört wird 😉 Dufter Typ

  7. wie ich deine berichte doch liebe auch wenn sie … naja nicht immer schön sind aber das ja nich deine schuld… zum glück

    gruß der fanat

  8. romanmoeller Says:

    Verstehe! 🙂 Dann geht das klar… *g*

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