Erlebnisbericht: FC Augsburg gegen Hansa Rostock

Ohne 3 Punkte, mit rauer Stimme und die Erkenntnis das es sich auch dieses Mal nicht gelohnt hat meinem bzw. unserem Verein hinterher zu reisen kam ich 0.00 Uhr zu Hause an. Ich weiß nicht ob ihr es kennt, aber man fühlt sich doch einfach nur scheiße. Ich saß zu Hause und konnte nicht einschlafen, weil ich die ganze Zeit daran gedacht habe wie es nur weiter gehen soll. Langsam aber sicher fühlt man sich doch irgendwie wie der geborene Verlierer. Man identifiziert sich doch eigentlich mit dem Verein und der Mannschaft. Die Identifikation zu letzterem habe ich seit diesem Spieltag wieder ein Stück verloren. Denn unser einer kämpft, gibt sein letztes Hemd, muss auch mal Tritte kassieren und lässt sich nicht so schnell den Wind aus den Segeln nehmen. Dabei hat der Tag doch eigentlich ganz angenehm angefangen.

Morgens um viertel fünf klingelte mein Telefon und mein Arbeitskollege stand vor der Tür. Ich persönlich hätte nie gedacht, dass dieser pünktlich und so ausgeschlafen auf seiner ersten Auswärtsfahrt ist. Dickes Lob erst mal an dieser Stelle. Der allseits bekannte Treffpunkt wurde angesteuert, nachdem man in Jogger und Bomberjacke die Schlüssel für unsere Mietwagen an der nahegelegenen Tankstelle abholte. Unglaublich eigentlich…ich hätte auch mit einem T-Shirt da stehen können wo drauf steht „Ich bin ein Autodieb“…naja mir soll es egal sein. Die Autos haben wir jedenfalls bekommen. Nach kurzem Schnack ging es denn endlich los. Da eure Extrawurst die Nacht durchgemacht hat und diverse Kurvenvideos sich angetan hat, kann ich euch leider von Hinfahrt nicht allzu viel erzählen, da ich circa 90 % der Fahrt gepennt hab. Lediglich an einer Rast begegnete ich ein paar Stralsundern. Von den 3 Hanseln die ich gesehen habe, waren 2 schon morgens um 8 Uhr stocksteif…reife Leistung Männer. Das ruckelige lenken von der Autobahnabfahrt bis auf die Bundesstraße entriss mich meiner doch schönen Träume. Das erste was ich zu sehen bekam war der „Broiler Bus“ welcher dich einer USK Polizeikontrolle unterziehen musste. Es stellte sich heraus das angeblich in einer Tankstelle nahe Augsburg einige Sachen entwendet worden waren. Aber warum genau immer die „dummen Ossis“ dran glauben müssen bleibt mir schleierhaft. Also ich selbst war nicht dabei und kann mir bzgl. des Hergangs der ganzen Angelegenheit kein Urteil erlauben.

Angekommen am Stadion und nach abkassieren der…für 1 Auto 4 Euro und 2 Autos…äähhhh…8?…ja genau 8 Euro machte man sich, nach der doch kreuz und quer verlaufenden Routenplanung unserer „Chantal“, auf den Weg in das weite Rund hinein. Da einige Fahnen circa gemessene 5 Zentimeter zu lang waren (Grüße an die Schickeria, welche in München mit der selben Problematik momentan zu kämpfen haben) erbarmte man sich und brach die kleinen Stückchen ab damit sie wieder der Bayerischen Norm entsprachen…ohne Worte! Fahnen platziert, Trommel angebracht, Revier markiert und los ging es auch schon. In der ersten Halbzeit war der Support aus meiner Sicht durchschnittlich grenzwärtig bis hinzu abgrundtief schlecht. Lag wohl auch daran, dass jeder zweite im Block schon wieder mental auf eine Niederlage einstellen musste. Dem war auch so und verschlechterte sich die Stimmung von Minute zu Minute, welche letztendlich in einer fast Totenstille beginnend mit der zweiten Halbzeit endete. Nur wenige Hanseaten machten ihren Unmut mittels „Kartoffelsalat“ Luft.

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Tja wie dem auch sei, das Spiel ging verloren und man war dementsprechend enttäuscht. Man kann nicht sagen, dass sich die ganze Mannschaft durch die Bank weg schlecht präsentiert hat. Einen Hahnel kann man keinen Vorwurf machen, er wurde gänzlich im Stich gelassen von seiner Hintermannschaft. Als die Spieler sich doch nach zögernden Schritten zu uns trauten, kochten die Emotionen im Block über. Jeder sprang auf die Zäune und musste seinem Frust freien Lauf lassen. Das dort auch nicht so ganz schmeichelhafte Begrüßungsreden für die Mannschaft gehalten wurden ist verständlich. Sie hatten aber den Arsch in der Hose wenigstens zum Block zu kommen…soll ich mal ehrlich sein…scheiß drauf…sie sollen lieber spielen bis die Füße bluten und 3 Punkte einfahren.

Zu einer Sache möchte ich noch ein paar Worte verlieren. Die Presse stinkt…wie die Aasgeier umkreisten sie die von der Niederlage und den Schmähgesängen geplagten Spieler. Wie widerlich muss man eigentlich sein um so einen Beruf auszuüben?! Diese Presseheinis haben es wirklich nicht anders verdient von irgendwelchen Leuten angespuckt zu werden. Das die negativ geladenen Emotionen noch mehr hockkochen, wenn einige Presseaffen desöfteren den Stinkefinger in Richtung Gästeblock zeigen, ist nachvollziehbar.

In diesem Sinne…ALLE NACH NÜRNBERG…WIR SIND DER VEREIN!

Bilder wie immer unter SVERINer und SuptrasRostock

Abstiegsgefährdete Grüße von der Extrawurst

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Eine Antwort to “Erlebnisbericht: FC Augsburg gegen Hansa Rostock”

  1. wieder mal wunderbar formuliert und alle passenden worte gefunden, grüße in die landeshauptstadt
    …die presse lügt/stinkt…
    ALLE nach nürnberg

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