Erlebnisbericht: Alemannia Aachen gegen Hansa Rostock

Pünktlich um 8:30 Uhr klingelte der Wecker um mich aus meinen nächtlichen „Nichtabstiegsszenarien“ zu reißen. Moment mal. Abfahrt war doch 9:30 Uhr, oder? Tja und was gibt es doch schöneres als vorm Spiel der so alles geliebten Mannschaft zu verpennen. So ein Mist aber auch, da hab ich doch glatt verpennt. Und wie mein Schreiberkollege, beruflicher Kollege und dazu noch sehr guter Freund schon in seinem Bericht erwähnte legte ich einen absoluten Kaltstart hin. Quasi den „Reset“ der REM-Phase meiner Träume. Sprichwörtlich bin ich mit der gesamten Haushaltskasse aus dem Haus. So wie sich das für einen richtigen Seemann halt gehört. „Frau ich bin lange auf See und benötige das Geld um über Runden zu kommen! Das musst du doch verstehen!?“. Also ging es von vornherein mit einer 30 Minütigen Verspätung in den Westen. Nichts kann schöner sein als gesaubeutelter, da man ja zu spät kam, die Lorbeeren zu ernten. Tja und so musst eich im Kofferraum Platz nehmen. Ja ihr habt richtig gehört…im Kofferraum! Bei unserer ersten Rast stürmten wir sofort den McDonald’s um uns unser verdientes bzw. ich mir mein verspätetes Frühstück hinter die Kiemen zu schieben. Naja aufgrund meiner absoluten Kenntnisse der Uhrzeit, ist dies uns auch nicht vergönnt gewesen. So musste sich unsereiner mit labbrigen Pommes und 1 Euro Burgern zufrieden geben. Was ich euch erzählen muss, ich bin jetzt beim McD Punktesammelpaybackgratisburgerabstauberclub…leider kann ich nur in Stuhr, Bremen und Brinkum diese Punkte sammeln. Son scheiß aber auch, aber ihr werdet noch sehen das ich davon profitieren werde…HAHAHAHA! Na dann zurück zum Thema. Hansa hat ja auch noch gespielt. In Aachen angekommen und auch noch gut Zeit im Rücken erkundete die eine Hälfte der Besatzung die Stadiongegend, wobei ich es vorzog in der Nähe des Gästeeingangs zu verweilen. Irgendwie konnte ich mir dann selbst nicht verbieten mit unserer allseits geliebten „Fotohure“ ein paar Schritte zu gehen. Da sind uns doch tatsächlich paar komisch schwarz gekleidete Leute ins Auge gefallen, welche auch wussten das wir zur Rostocker Fanszene gehören. Und als hätte es man nicht anders erwartet, nahm ein Jungspund auf den Weg ins unsere Richtung sein Basecap ab und steckte diese in seine Brusttasche. Hörte sich zwar nicht komisch an, aber als er 50 Meter weiter war setzte er sie wieder auf. Mit Späheraugen beobachtete man das ganze Treiben dieser Person und schaute in welche Haustür derjenige ging. Als wir gesehen das er wieder rauskam, mit Basecap auf, entschlossen wir uns ihm wieder entgegen zu gehen…und dann…ja wie sollte es auch anders sein…die Straßenseite wird gewechselt und das Basecap wieder fein in die Brusttasche gesteckt. Bei dieser Aktion entdeckte ich einen Button auf dem Cap. Es ist schon scheiße wenn man zu den „Tankstellen Kids“ gehört, direkt vor dem Gästeeingang wohnt und etwas kurz vor Spielbeginn vergisst und man nochmal nach Hause muss. Zu allem Überfluss ist die besagte Haustür natürlich die „27a“…was für ein Graus.

17:50 Uhr…die Trommeln, Megaphone und Fahnen nicht da und außerdem die Ticketfahrer auch noch nicht. Scheiß drauf man wartet…mit Spielbeginn trafen dann wenigstens erst mal die Utensilien ein und man begab sich Richtung Eingang. Am Eingang das übliche Gelaber…“Dat is hier nisch genehämigt“…Unglaublich, aber wahr. Nach elendigen Diskussionen konnte man denn doch alles mit reinnehmen. Immer das gleiche, das ist echt nervig. Alles schnell befestigt und los ging es. Die Zugfahrer trafen just in dem Moment auch ein und die Party konnte beginnen. Mit einem atemberaubenden Support versuchte man die Mannschaft voran zu treiben und schaffte das auch bis zu einem Stand von 1:3! Zwischendurch wurden unsere Götter des Feuers angebetet um diesen Stand zu halten. Der T.I.F.O.-Gott sprach zu uns und sagte wir sollen uns nicht zu früh freuen. So sollte es auch diesmal sein. Aachen schaffte noch den Ausgleich und man kaperte nur einen lausigen Punkt. Aber wer hätte das vorher erwartet. Langsam aber sicher muss die Mannschaft mal 3 Punkte einfahren. Sonst sieht es ganz böse aus mit der Kogge.

aachenauswo
Am Ende des Spiels pöbelten dann noch irgendwelche Ghetto-Hools mit Ketten und gefakten Burberry Schal um. Viel habe ich leider nach dem Spiel nicht mehr mitbekommen und so gebe ich auf den Weg, weitere Informationen der örtlichen Presse (Pfui…das ich dieses Wort schreibe, mir schüttelst) zu entnehmen! Die Rückfahrt gestalteten wir mit einer kleinen Karaokeeinlage und diversen Wutausbrüchen, warum Hansa diese Führung nicht halten konnte.

Und ab jetzt ganz kurz und knapp:
angekommen – getankt – Auto abgegeben – nach Hause – gekackt – ins Bett!

Der heutige Extrawurst 2.0 Award für das Unwort bzw. den skurillsten Satz des Tages geht an:
„Mon Mümü smells like Teen Spirit!“…Standing Ovations, please!

Bilder wie immer unter SVERINer und Suptras Rostock

Sonnige Grüße von der Extrawurst

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4 Antworten to “Erlebnisbericht: Alemannia Aachen gegen Hansa Rostock”

  1. super, aber wenn das muddern liest? pünktlichkeit ist eine zier, doch weiter komm ich ohne ihr.

  2. Armer Kerl, im Kofferraum. Das ist wirklich schlimm. Aber weißt du, was noch schlimmer gewesen wäre? – Wenn ich im Kofferraum hätte sitzen müssen. 😛

    Ain’t nothing you can do against the KF Riot Crew!

  3. romanmoeller Says:

    Mit diesem Satz bringst du den Schmerz, den der Hansa-Fan derzeit durchlebt, perfekt auf den Punkt:

    Pünktlich um 8:30 Uhr klingelte der Wecker um mich aus meinen nächtlichen „Nichtabstiegsszenarien“ zu reißen.

    Und auch sonst ist das Ding wieder sehr unterhaltsam geschrieben!!!! Da ist das Ding!!! Sauber!!! 😀

  4. NSC KERKRADE Says:

    böse gucken könnt ihr,böse sein nicht-fo**en

    Edit by Extrawurst: aufgrund vulgärer Ausdrucksform Sternchen gesetzt!

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