Erlebnisbericht: FSV Mainz 05 gegen Hansa Rostock

„Jaaaaaaa da semmmme dabaiiiiii…“…Schrecklich, oder!? Es ging mir an diesem grausigen Freitag wohl genauso wie all den anderen Hanseaten die sich auf den Weg in die ach soooo beliebte Karnevalshochburg machten. Einen Seemann kann ja bekanntlich nichts erschüttern, aber dieses fröhlich getue und das Leben an diesem Wochenende mal durch eine rosarote Brille genießen, ist doch einfach nur zum kotzen. Selbst in meinen jungen Jahren, im Karl-Marx Kindergarten im Ghetto der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns, fand ich „Fasching“ (wie wir es nannten) schon besch****! Also ging es diesmal wieder pünktlich auf die Autobahn. Wie auch in den vergangenen Jahren, in denen ich jetzt schon diesem Verein hinterher reise, ist doch immer wieder erstaunlich wie….langweilig diese Fahrten doch sind. Da kommt es doch dann mal wirklich auf die Autobesatzung drauf an. Da dreiviertel unseres Autos aus meinem Arbeitgeber bestand, war für Gesprächsstoff gesorgt. Angewidert von irgendwelchen welchen Drinks die dem Gehirn vorgaukeln das es kein Hunger hat, steuerte man sofort einen den König des Fast Foods an. Endlich haben sich meine Träume erfüllt und ich konnte auf einer Auswärtsfahrt einen endlich mal durchgebratenen Burger verspeisen. Auch diese Hürde an diesem Tag hat man dann erfolgreich gemeistert und somit konnte man das Tor zum glücklich sein durchschreiten(*würg*). Man erreicht Mainz doch recht früh und so konnte man die Stadionumgebung noch ein wenig erkunden. Kurz ma in Edeka was zu süppeln gekauft und schon ging es auch wieder zum Eingang für die Gästefans. Auf dem Weg von Edeka Ausgang zum Gästeeingang liefen einen tatsächlich mindestens 1312 Menschen über den Weg die verkleidet waren und sich unheimlich zum Affen machten. Unglaublich was ich so alles gesehen habe: Knastbrüder, Holländer, Hühner, Sheriffs, Zivis, Kühe, Napoleons, Supermänner etc.! Wobei ich sagen muss das mir die Verkleidung der Szenekundigen Beamten immer wieder gefallen, da kann auch mal kein „Fasching“ sein! Die Ultraszene Mainz „glänzte“ mit einer Choreo in Gedenken an Ernst Neger, welcher die „Humba“ erfunden hatte. Die „Humba“ ist das westdeutsche Pendant zur unseren Uffta. Nur mal so am Rande.

Am Anfang gab es eine kleine, aber wirklich nur kleine Pyroeinlage. Allerdings die Fackel in den Händen halten ist schon mutig. Die Konsequenz des ganzen, ist ein völlig überzogener Polizeieinsatz. Die Staatsmänner, welche sich anscheinend schon darauf gefreut hatten mal wieder was erledigen zu dürfen, schlugen auf alles ein was ihnen im Weg stand. Derjenige war dann auch schon verhaftet und lag auf dem sandigen Vorboden des Blockes umringt und geknebelt von 3 – 4 Greens. Da traute ich, leider mal wieder, meinen Augen nicht…ein Lemming sprang noch einmal von der zweiten Stufe auf den verhafteten rauf und geizte dabei nicht mit seinem Pfefferspray. Jenes wurde auch kräftig noch mal in den Block gesprüht. Auch beim wegtragen des Inhaftierten verfiel ein durchaus gut bezahlter und am Wochenende Zuschläge erhaltener Mann, in den Rausch in den so manch ein Graffitikünstler nachts auf den Straßen der Stadt verfällt. Einfach mal drauf lossprühen, heißt die Devise.

Hansa erkämpfte sich einen wirklich nicht unverdienten Ausgleich. Leider vertrottelte man es wieder in nur 4 Minuten. Und so verlor man einmal mehr 3:1 und ging als kämpfende Mannschaft als Verlierer vom Platz. Manch einer machte seinen Unmut dadurch Luft, die Spieler anzuschreien und sie auch manchmal wüst zu beschimpfen. Ein anderer würdigte die Leistung mit Beifall. Das jeder solch eine Situation anders verarbeitet ist klar. Auch wenn man sich mal in die Haare kriegt und auch mal gegenseitig beschimpft. Muß man auch anerkennen dass auch derjenige seine 2.000.000 Kilometer im Jahr für diesen Verein reist. Mindestens…also Kopf hoch und denkt dran. Wir Fans sind der Kapitän des sinkenden Schiffs. Bekanntlicherweise verlässt der Kapitän nie das Schiff. Also wir werden immer bleiben und immer zusammenhalten.

Nachts in der Heimat angekommen, mußte man dann feststellen das unserer Fahrer nur mit einem Auge gefahren ist, weil er nichts mehr sehen konnte. Beschlossen wurde dann spontan das dieser nie wieder mitkommt…1. Ekelhafter Drink, 2.Nachtblind und 3. Seitdem er dabei ist verlieren wir dauernd. Tja das war’s!

Bilder wie immer unter SVERINer und Suptras Rostock

Sonnige Grüße von der Extrawurst

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Eine Antwort to “Erlebnisbericht: FSV Mainz 05 gegen Hansa Rostock”

  1. Ich sag nur: Atzenhain, Gemeinde Mücke, Vogelbergkreis. 😉

    P.S.: Burger King sucks!

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