Erlebnisbericht: TuS Koblenz gegen Hansa Rostock

Tach Kollegen…weiter geht es mit unserer Kogge in stürmischen Gewässern. Heute sollte der Wind uns gen Süden treiben. Dort wo Rhein und Mosel zusammenfließen, der Wein sein zu Hause hat und der Fußballclub so gänzlich unbedeutend ist wie der Dreck unter meinen Fingernagel nach einer 3-Tage-WET Tour. Heute versammelten sich doch recht viele aus meiner Heimatstadt am Treffpunkt und so konnte man 11 Leute an einem Freitag mobilisieren, in die Rheinlandpfälzische Universitätsstadt zu fahren. Unser Organisator verweilte bereits in der laufende Woche im Westen und konnte unsere Truppe erst auf dem Rückweg begleiten. Bereit und mit voller Erwartung an den heutigen Tag ging es los und man verbrachte gemeinsam 6 ½ reine Fahrtzeit auf der Autobahn. Zwischendurch mal angehalten und das große Goldene M besucht und Büchsenpils im real eingekauft. Sonst eigentlich ne entspannte Fahrt.

In Koblenz angekommen dann die erwartete Planlosigkeit aufgrund der hammer komischen Straßenführungen. Eigentlich wollten wir uns wieder ein schönes Plätzchen in der Stadt zum Parken suchen, da eigentlich keine Gästeparkplätze vorhanden sein sollten. Überrascht wurden wir dann von einem Schild „rechts lang zum Gäste P“. Da man auch nicht länger suchen wollte, folgte man den richtungsweisenden Schildern und kam zum sogenannten Gästeparkplatz. Als wir um die letzte Ecke fuhren, dann die Ernüchterung und die Erkenntnis sich nicht auf die Faulheit zu verlassen. Auf dem „Gästeparkplatz“ standen unsere Gesetzeshüter und kontrollierten jeden der dort einparkte. „Einmal Führerschein und Fahrzeugpapiere! Dazu möchte ich noch alle Ausweise der Insassen haben!“ befahl der äußerst arrogante und mit einer herabwürdigenden Stimme sprechende Beamte. Naja man kennt es ja nicht anders, oder!? Nach circa 10 Minuten kam adrett und in Trendfarbe Grün gekleidet Herr wieder und verteilte die Ausweise im ersten Auto. Beim zweiten Auto dann das was ich schon die ganze Zeit erahnt hatte. Zwei unserer Insassen sind in der Datei GS registriert und somit durfte sich das ganze Auto seiner Sachen entledigen. In Socken und nur im Shirt an der Wand stehend, musste man sich das sinnlose Herumgeeier angucken. Das komplette Auto wurde durchsucht, nach pyrotechnischen Gegenständen, Rauschgift und sonstigen verbotenen Utensilien. Nach der ganzen Prozedur wurde uns dann noch ein persönlicher Begleitservice zum Stadion angeboten. Was heißt angeboten, wir wurden gezwungen sofort zum Stadion zu gehen und deshalb wurde uns ein Bulli hinterhergeschickt. Am Stadion dann kein weiterkommen. Lediglich zwei unerschrockene suchten den Weg und fanden ihn auch sich die Kante zu geben. Der naheliegende Tennisclub sollte dann als Schenke herhalten und tat das auch erfolgreich, wie man im Stadion sehen konnte. Grüße an euch beide. Am Eingang dann noch einmal auf Herz und Nieren kontrolliert, selbst das Shirt musste man hochziehen und traurig zur Kenntnis nehmen das jetzt wohl alles an Schikanen erlaubt sei gegenüber den Rostockern,und schon ging das Spiel auch los. Aufgrund eines Staus auf der Autobahn war auch nur die Hälfte unserer Leute in der ersten Hlbzeit anwesend.

Die ersten 15 Minuten gehörten wieder einmal ganz den Hanseaten und so konnte man das 0:1 erzielen. Danach dann der totale Einbruch und man konnte schon wieder mit dem schlimmsten rechnen. Aber es sollte bei dem 1:1 der Koblenzer bleiben und man konnte noch gerade so das Unentschieden retten.

Der Support beschränkte sich heute auf sporadischen singen ohne Trommeln, Fahnen, Doppelhalter, Megafon. Die TuS hat uns zu diesem Spiel einfach alles verboten. GEGEN DEN MODERNEN FUßBALL…F**** EUCH IHR KONSUMENTEN!

Als die Mannschaft zum Block kam, musste sich der mitgereiste Gästehaufen zusammenreißen um nicht wutentbrannt auszuflippen. Nur mal so, Zacher meinte am Zaun „Wir haben das schon einmal am letzten Spieltag geschafft. Wir werden das diesmal auch am letzten Spieltag schaffen!“ Ich nehme dich beim Wort.

Um 2:30 Uhr erreichten wir dann die Heimat und begaben uns auch nach dieser erfolglosen Fahrt in unser Bett, mit der Hoffnung doch nicht abzusteigen.

Bilder wie immer unter SVERINer und Suptras Rostock

Sonnige Grüße von der Extrawurst

Advertisements

Eine Antwort to “Erlebnisbericht: TuS Koblenz gegen Hansa Rostock”

  1. also wenn wir uns den „kanten“ geben wollten, dann hätten wir auch ins achteck gehen können 🙂
    so ging es einfach nur darum einen pegel zu erreichen, in dem man sich hansa 2009 anschauen kann :-)))

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: